SPD verurteilt verbale Angriffe auf Ausländerbeiräte // AfD sollte Grundgesetz lesen

 

Das Vorsitzendenteam des SPD-Stadtverbands Gießen, Nina Heidt-Sommer und Christopher Nübel, verurteilt den Angriff der AfD gegen den Vorsitzenden des städtischen Ausländerbeirats, Zeynal Sahin und den Vorsitzenden des Kreisausländerbeirats, Tim van Slobbe, aufs Schärfste. Die AfD hatte in einem Facebook-Post die beiden kommunalen Ausländervertreter namentlich angegriffen und mit Rassismus in Verbindung gebracht.

„Das ist wieder einmal ein unsäglicher Angriff gegen gewählte VertreterInnen der Ausländer in Stadt und Kreis“, so SPD-Stadtverbandsvorsitzender Nübel zu dem Beitrag der AfD. „Beide sind vielfältig engagiert und setzen sich tagtäglich mit hohem Engagement zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt ein. Dazu gehört auch ihr Einsatz gegen Rassismus“, so Nübel weiter. „Die AfD glänzt beinahe täglich mit Ausfälligkeiten gegen Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete, sie toleriert lupenreine Antisemiten in ihren Reihen, verbreitet die absurdesten Verschwörungstheorien und kämpft gegen die in unserem Grundgesetz verbrieften Werte. Dass diese Partei nun die Frage in den Raum stellt, ob Zeynal Sahin und Tim van Slobbe nicht selber rassistisch sind, ist an Absurdität und Dreistheit kaum zu überbieten“, ergänzt Amtskollegin Nina Heidt-Sommer. Die versuchte Umdeutung des Grundgesetzes setze dem Ganzen die Krone auf. „Dass die AfD enorme Schwierigkeiten hat, eine auf Freiheit und Gleichheit beruhende Gesellschaft zu akzeptieren, wie sie das Grundgesetz vorsieht, ist ja nun schon lange offensichtlich. Statt das Grundgesetz nun in ihren wirren Ausführungen umdeuten zu wollen, sollte sie dessen Inhalt womöglich einfach ernst nehmen, über sich selbst nachdenken und erkennen, dass das Grundgesetz verfasst wurde, um Forderungen wie den ihren Einhalt zu gebieten“, so die beiden Gießener SPD-Vorsitzenden abschließend.