Gießener SPD besucht Brauhausgelände // Nübel (SPD): Urbanes Gebiet mit Gewerbe und Wohnungsbau schaffen

SPD Stadtverband ud Fraktion besuchen Brauhausgelände

Der SPD-Stadtverband Gießen und die SPD-Stadtverordnetenfraktion haben am vergangenen Montag gemeinsam das Gelände des ehemaligen Brauhauses in Gießen besucht. Projektentwickler Jochen Ahl (Braumaxx) führte über das Gelände und erläuterte die Planungen.

„Ein so großes Areal neu zu entwickeln ist eine große Gelegenheit für eine Stadt. Es ist deshalb wichtig, dass wir uns als SPD frühzeitig informieren, um dann im Stadtparlament die beste Entscheidung für Gießen zu treffen“ betont Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzender Nübel.

Jochen Ahl erläuterte, dass bis zu 2000 Arbeitsplätze auf dem Gebiet entstehen könnten und bereits auch von vielen Seiten, unter anderem aus dem Rhein-Main-Gebiet, Interessensbekundungen eingegangen seien. Das Gebiet in seiner Größe ausschließlich als Gewerbefläche zu nutzen, sei jedoch wenig kreativ und werde den tatsächlichen Bedarfen in der Stadt nicht gerecht. Bei der angedachten Größe könne neben sozialen bzw. Pflegedienstleistungen und einem Hotel auch ein Teil für gut bezahlbaren Wohnraum vorgesehen werden. Diesen Gedanken greifen die SPD-Vertreter auf und sprechen sich daher dafür aus, seitens der Stadt im anstehenden Architektenwettbewerb ein urbanes Gebiet vorzugeben, das einen Nutzungsmix aus Wohnen, Gewerbe und sozialen Dienstleistungen zulässt. „Wir sind eine dynamisch wachsende Stadt, die den Mut haben sollte, an ihrem nördlichen Eingangstor eine urbane großstädtisch anmutende Entwicklung zuzulassen“, so Nübel.

Mit einer Ergänzung z. B. durch Carsharing-Angebote oder Holzbauweise könnte hier auch ein Gebiet entstehen, das einen grünen Fußabdruck hat. „Wir dürfen auch bei Großprojekten ökologische Fragen nicht aus dem Blick verlieren. Hier haben wir aber eine vorbelastete und bereits versiegelte Fläche, noch dazu nah an der Autobahn. Eine solche Lage muss effektiv genutzt werden, um an anderen Flächen überflüssige Versiegelung zu verhindern. Die gute verkehrliche Anbindung, ein weiterer Ausbau der ÖPNV-Anbindung sowie wortortnahes Arbeiten können unnötigen Innenstadt-Verkehr vermeiden und so zu einer gesunden Entwicklung unserer Stadt beitragen“, führte Nübel weiter aus.

Die SPD-VertreterInnen bedanken sich beidem Projektentwickler für die umfangreichen Informationen und die Zusage, die Anwohner, Betriebe in der Nachbarschaft und die Fraktionen im Stadtparlament weiter in den Planungsprozess eng einzubinden.