Bei Problemen Ansprechpartner für mehr als Zehntausend Menschen im Landkreis Gießen

MdL Gerhard Merz besucht VdK Geschäftsstelle in Gießen

„12.900 Menschen im Landkreis Gießen sind Mitglied des Sozialverbands VdK“, erläuterte VdK-Kreisvorsitzender Horst Weitze dem Gießener Landtagsabgeordneten Gerhard Merz, „allein in der Stadt Gießen hat der VdK 2.100 Mitglieder, im Bezirk Hessen-Thüringen mehr als eine Viertelmillion.“

Angesichts dieser Mitgliederzahlen und der ständig wachsenden Bedeutung des VdK, zeigten sich Merz und Weitze erstaunt, dass es nicht schon häufiger zu diesem Austausch in der VdK-Kreis-Geschäftsstelle in der Liebigstraße gekommen ist. „Der VdK bietet für alle Mitglieder Beratung und Hilfe bei allen Fragen die die Sozialbereich betreffen“, erklärte Vorsitzender Weitze. So berät der VdK Menschen mit Schwerbehinderung, er bietet Beratung zu Hilfsmitteln für Kranke und Behinderte, er unterstützt bei Fragen rund um die Pflegeversicherung, prüft ggf. Gutachten zur Pflegestufe und bietet Hilfe für „Aufstocker“, für Menschen mit geringer Rente oder im ALG II- oder Sozialhilfe-Bezug. Außerdem bietet er Rentenberatung, Wohnraumberatung und gibt Hinweise zur Barrierefreiheit und informiert zu Patientenverfügungen. Alle diese Leistungen erbringt der VdK für seine Mitglieder kostenfrei.
Mit sechs ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern und drei Bürokräften wurden im vergangenen Jahr 2015 2.900 persönliche Beratungsgespräche geführt und etwa 3.000 Beratungen per Telefon. Für eine Erstberatung werden etwa 20 Minuten bis eine halbe Stunde veranschlagt. „Aber, wir werfen natürlich niemanden raus“, so Weitze. Danach wird entschieden, welche Schritte eingeleitet werden müssen, um dem Hilfesuchenden zu helfen. Häufig reicht es aus, mit den Hilfesuchenden Antragsformulare auszufüllen oder sie an andere Träger zu verweisen. Manchmal muss aber auch geprüft werden, ob eine Klage aussichtsreich ist. Dafür beschäftigt der VdK fünf Juristen mit Schwerpunkt Sozialrecht, die dann auch die Klage einreichen. Weitze erläuterte, dass die Probleme, mit denen sich Hilfesuchende an ihn wenden, auch an den ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern nicht spurlos vorübergingen:

„Die Beratungsleistung des Verbandes ist enorm, sowohl quantitativ als auch qualitativ, vor allem wenn man bedenkt, dass ein erheblicher Anteil davon durch ehrenamtliche Kräfte abgedeckt wird“, so Merz. Merz verwies auf den Einsatz der SPD-Landtagsfraktion dafür, dass die Fortbildung dieser ehrenamtlichen Kräfte im Rahmen des Rechts auf BIldungsurlaub unterstützt wird. Nach einem Gespräch mit dem VdK-Landesverband Hessen-Thüringen hatte die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag in den Landtag eingebracht. Nach langem Sträuben der Landesregierung sei diese Forderung inzwischen aber endlich erfüllt.

Weitze klagte, dass der Sozialverband VdK trotz seiner Mitgliederstärke in kommunalen Gremien und Beiräten nur unzureichend vertreten und an politischen Entscheidungen kaum beteiligt sei. Vermutlich sei dafür ausschlaggebend, dass der VdK nicht in der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e.V. organisiert sei. Merz versprach, im Rahmen seiner Möglichkeiten darauf zu achten, dass der VdK in Zukunft in den kommunalen Gremien angemessen beteiligt werde.

Abschließend dankte Merz noch allen, die diese Arbeit unter Aufopferung von viel Zeit und Energie und mit viel menschlicher Anteilnahme leisten.